„LEBENSRAUM GOLFPLATZ – WIR FÖRDERN ARTENVIELFALT“
Das Projekt „Lebensraum Golfplatz – Wir fördern Artenvielfalt“, an dem 66 Golfclubs in Baden-Württemberg beteiligt sind, wird 2025 in eine dauerhafte Initiative übergehen, um die Biodiversität langfristig zu fördern. Seit 2019 haben sich mehr als zwei Drittel aller Golfanlagen im Land dazu verpflichtet, Maßnahmen für die Förderung der Artenvielfalt auf ihren Golfanlagen umzusetzen. Die Teilnehmer von „Lebensraum Golfplatz – Wir fördern Artenvielfalt“ sind hier in unserem Magazin GOLFLand Baden-Württemberg mit dem „Bienchen-Logo“ gekennzeichnet. Wie gut sich Flora und Fauna auf den spielfreien Flächen entwickeln konnten, zeigen die vielen umgesetzten Maßnahmen. Dem Projekt, das in Baden-Württemberg initiiert wurde, schließen sich immer mehr Bundesländer an.
Info: lebensraum-golfplatz.de
QUALITÄTS- UND UMWELTZERTIFIKAT GOLF&NATUR
32 Golfanlagen in Baden-Württemberg sind dem dreistufigen Qualitäts- und Management-Zertifikat „GOLF&NATUR“ des Deutschen Golf Verbandes angeschlossen. Das Ziel dieser vielschichtigen Zertifizierung ist, die Bedingungen für den Golfsport zu optimieren und gleichzeitig den größtmöglichen Schutz der Natur zu garantieren. Die Teilnahme wirkt sich positiv auf verschiedene Ebenen eines Golfclubs aus, dazu zählen, neben der Förderung der Biodiversität, die Pflege des Platzes, die Arbeitssicherheit sowie der Spielbetrieb und die Pflege der Maschinen. Es gibt drei Stufen der Auszeichnung: Bronze, Silber und Gold.
Info: serviceportal.dgv-intranet.de
FORSCHUNGSPROJEKT GOLFBIODIVERS
Welchen Stellenwert die Biodiversität auf den Golfanlagen für die Ökosystemleistung allgemein hat, würdigt seit April 2023 „GolfBiodivers“: ein vom Bundesamt für Naturschutz mit 2,7 Millionen finanziertes wissenschaftliches Forschungs- und Aufwertungsprojekt. Denn der enorme Rückgang der Artenvielfalt erfordert eine nachhaltig verbesserte Landnutzung in vielen Regionen und Bereichen. Golfplätze bieten aufgrund ihrer Größe und vielfältigen Extensivflächen dafür ein großes Potenzial, denn rund 60 Prozent der Fläche einer Golfanlage wird nicht für den Spielbetrieb genutzt. Im Zuge des Projekts wird die Biodiversität der bestehenden Flächen analysiert. Gleichzeitig werden auf den Golfanlagen jeweils zwei Flächen gegenübergestellt, von denen eine nachhaltig aufgewertet, die andere in ihrem Bestand belassen wird. Daraus abgeleitet wird das Aufwertungspotenzial. Auf den ausgewählten Flächen der einzelnen Golfanlagen wird ein regelmäßiges Monitoring durchgeführt, das die Entwicklung der Artenvielfalt dokumentiert. GolfBiodivers wird insgesamt sechs Jahre laufen.
Info: www.bfn.de/projektsteckbriefe/golfbiodivers
Am Projekt beteiligte Clubs aus Baden-Württemberg:
Domäne Niederreutin, Bondorf
Fürstliches Golf-Resort Bad Waldsee
Golfclub Hechingen
Golfclub Hochschwarzwald, Titisee-Neustadt
Golfclub Hochstatt-Härtsfeld, Neresheim
Golfclub Obere Alp, Stühlingen
Golfclub Owingen-Überlingen
Golfclub Rickenbach
Golfclub Steißlingen
Freiburger Golfclub, Kirchzarten
* veröffentlicht im Magazin GOLFLand Baden-Württemberg 2025
Einstiegsbild: Rund 60 Prozent der Fläche einer Golfanlage wird nicht für den Spielbetrieb genutzt. GC Reischenhof, Copyright BWGV, Foto Sascha Walther Sport-PX





